Elitsa Desseva

Elitsa Desseva

Pianistin

„Wenn ich spiele, werden Sie zum Mitautor. Sie hören die Musik – und zugleich Ihre eigene Stimme, Ihre Gefühle und Erfahrungen. Sie sind der Protagonist, und ich bin die Vermittlerin zwischen Traumwelt und Realität.“

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Über mich

Elitsa Desseva ist Pianistin, Kuratorin, Lektorin an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Studienleiterin der Heidelberger Frühling Liedakademie.

Als eine der führenden Liedpianistinnen ihrer Generation gastierte Desseva in der Wigmore Hall, der Carnegie Hall, im Concertgebouw Amsterdam, im Wiener Musikverein, in der Elbphilharmonie, im Pierre Boulez Saal, im Musée d’Orsay und im Brucknerhaus Linz sowie bei der Schubertíada, dem Heidelberger Frühling und dem Seiji Ozawa Matsumoto Festival. Neben ihrer etablierten Partnerschaft mit dem Bariton Mikhail Timoshenko konzertierte sie zuletzt unter anderem mit Thomas Hampson, Angelika Kirchschlager, Julian Prégardien, Feride Büyükdenktaş, Roza Herwig, Hagar Sharvit und Tia Pikija.

Gemeinsam mit Mikhail Timoshenko erlangte Desseva internationale Aufmerksamkeit durch erste Preise bei drei der weltweit führenden Liedwettbewerbe: dem Internationalen Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart, dem Wettbewerb Franz Schubert und die Musik der Moderne in Graz sowie der Wigmore Hall/Independent Opera International Song Competition in London.

Ihre Auftritte wurden von BBC Radio 3, Radio France, SWR, NDR und NHK World Japan übertragen; Einspielungen erschienen bei B Records und Hänssler Classic. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Wiederentdeckung vergessenen Repertoires: Ihr Album bei Hänssler Classic enthält Weltersteinspielungen von Liedern Eduard und Irene Erdmanns. Zugleich widmet sie sich intensiv der Musik der Gegenwart und brachte Werke von Isabel Mundry, Bec Plexus, Sehyung Kim und Jüri Reinvere zur Uraufführung. 2024 präsentierte sie beim LiedBasel Festival ihr eigenes Lied Gift nach einem Gedicht von Barbara Kennedy, das mit seinen „ungewöhnlichen Klavierklängen das Publikum in seinen Bann zog“ (Das Opernmagazin).

Als Kuratorin entwickelt Desseva dramaturgisch konzipierte Konzertformate, darunter ein von der Sammlung des Musée d’Orsay inspiriertes Programm für die Académie Orsay–Royaumont; Alaverdi, ein georgisch inspiriertes Geburtstagsfest für Jörg Widmann beim Heidelberger Frühling; sowie das halbszenische Kabarett-Liederprogramm Der Tod, das muss ein Wiener sein, das 2025 im Stuttgarter Renitenztheater Premiere feierte. An der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz leitete sie zudem die Masterclass Lied.GESTALTUNG zu Programmgestaltung und Konzeptentwicklung im Lied.

Seit 2022 ist Desseva auf Einladung von Thomas Hampson Studienleiterin und Akademiepianistin der Heidelberger Frühling Liedakademie und damit die erste Frau in dieser Funktion. 2025 unterrichtete sie bei der Schubert Week an der Stellenbosch University; seit 2026 ist sie Lektorin für Lied an der mdw.

Desseva ist Alumna der Heidelberger Frühling Liedakademie, der Académie Orsay–Royaumont, der LiedBasel Academy und des SongStudio der Carnegie Hall sowie Britten Pears, Yehudi Menuhin Live Music Now und Concerto21 Young Artist. Zudem ist sie Mitglied der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart.

Geboren in Sofia, Bulgarien, spiegelt ihr Spiel eine unverwechselbare Synthese der russischen, deutschen und ungarischen Klavierschulen wider, geprägt durch ihr Studium an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Wien ist heute ihre Wahlheimat.

Elitsa Desseva
„Ich verwandle Leben ständig in Musik.“
Laurent Bury, Première Loge

„Elitsa Desseva entfaltet eine große Sensibilität … Stimmen von einer derart großzügigen Klangsubstanz hört man nur selten.“

Hélène Pierrakos, WebThéâtre

„Elitsa Desseva führt uns in die Tiefe der ravelschen Harmonien und legt deren Spannungen offen: eine polychrome, sinnliche Klanglandschaft, abwechselnd fragend und lyrisch.“

Frank Piontek, Der Opernfreund

„höchst kompetente Begleiterin, Mitspielerin und Mitinterpretin“

Marco Stücklin, Das Opernmagazin

(Festival LiedBasel) „Mit einer eigenen Komposition von Elitsa Desseva konnte man sich vom Talent dieser Musikerin überzeugen. ‚Gift‘, entstanden 2024, mit einem Text von Barbara Kennedy, ließ durch ungewöhnliche Klavierklänge aufhorchen.“

Max Nyffeler, Frankfurter Allgemeine Zeitung

„phänomenale Gestaltungskraft und hohe Stilsicherheit … auf dem Weg, sich einen Platz in der ersten Reihe der Liedinterpreten zu erobern“

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Kontakt – vom Lateinischen contactus: con („zusammen“) und tangere („berühren“).